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Alfred Breslauer errichtete 1898-1900 das Geschäftshaus für die traditionsreiche Polnische Apotheke, ursprünglich eine Stiftung von Kurfürstin Sophie Dorothea (1636-1689), an die ein Relief in der Eckkartusche über einem preussischen Adler mit ausgebreiteten Flügeln erinnert. Breslauer schuf einen für die Zeit modernen Pfeilerbau aus Stein, Eisen und Glas. Die Sandsteinpfeiler reichen bis ins zweite Obergeschoss und tragen ein Attikageschoss. Der Geschäftsbereich im Erdgeschoss wurde um 1935 zugunsten eines Arkadengangs verkleinert, der gleichzeitig mit dem des nahe gelegenen Hauses der Schweiz angelegt wurde. Seit der DDR-Zeit wird das Gebäude auch als Bürohaus genutzt; ausserdem befand sich hier ein Reisebüro der Intourist. Eine Gedenktafel erinnert daran, dass Theodor Fontane 1845/1846 in einem Vorgängerbau als Apotheker arbeitete. Das Gebäude ist als Baudenkmal gelistet. Heute sieht man hier ein modernes Gebäude in restaurierter Hülle, dass Funktionalität mit gründerzeitlicher Architektur verbindet.

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